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Auszug aus der Website

basis · online | Aus dem ersten Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser!
Der Mensch denkt jeden Tag etwa 50.000 verschiedene Gedanken. Eine unglaublich hohe Zahl. Nicht alle Gedanken haben aber die gleiche Intensität. Viele Gedanken sind nur flüchtig, mit anderen beschäftigen wir uns konzentriert und ausführlich.

Dabei werden unsere Gedanken von einer inneren Tendenz gelenkt, die wir im Laufe unseres Lebens erworben haben. Wir besitzen in uns gleichsam ein Drehbuch, nach dem wir Erfahrungen beurteilen und unser Leben deuten. So kann beispielsweise ein gemeinsames Fest für den einen den Höhepunkt des Jahres bedeuten, für einen anderen nur grauenhaft oder übertrieben sein.

Auf dieses Drehbuch, das zu schreiben bereits vor unserer Geburt begonnen wurde, sind wir allerdings nicht unabdingbar festgelegt. Vieles hat sich uns zwar fest eingeprägt. Doch können wir ein Leben lang auch an unserem persönlichen Drehbuch arbeiten. Wir können uns neue Ziele setzen, uns neue Verhaltensweisen aneignen und das Leben auch einmal mit ganz neuen Augen anschauen und neue Anfänge wagen.

Gläubige Menschen besitzen zudem eine Tiefensicht dieses Drehbuches. Sie glauben, dass Gott die Wege führt, die sie gehen. Für sie haben die unendlich vielen Gedanken, Worte und Erlebnisse eines Lebens einen Sinn. Es ist eine herausfordernde Aufgabe, diesen Sinn nach und nach zu entdecken.

Auch für eine größere Gemeinschaft, für eine ganze Gesellschaft oder ein Volk hat sich im Laufe der Geschichte jeweils ein Drehbuch entwickelt. Ein solches Drehbuch bestimmt, was beispielsweise in Deutschland, in Österreich oder der Schweiz zu bestimmten Ereignissen und Problemen öffentlich gesprochen werden darf und was nicht. So steht z. B. auch 70 Jahre nach dem zweiten Weltkrieg Deutschland unter dem Eindruck des Dritten Reiches und hat besondere Vorgaben, wie es sich in der Weltöffentlichkeit präsentieren und bewegen darf und wie nicht.

Auch ein solches Drehbuch ist nicht unabänderlich. So gab es in den 1960-er Jahren einen abrupten, kaum dagewesenen Umbruch der Werte und Lebenskonzepte. Seitdem erleben wir, wie immer neu dieses Drehbuch umgeschrieben wird, was das Selbstverständnis der Menschen, die geltenden Werte und die Lebensbedingungen betrifft. Stichworte sind etwa: Beteiligung an Kriegen, Umwelt, Glaube, Kirche, aber auch Ehe, Familie, Erziehung oder „Homo-Ehe“. Und viele fragen sich: Wie geht das weiter? Wohin werden uns diese gesellschaftlichen Strömungen führen? Werden wir eine gute Zukunft haben?

Und wieder sind die Christen angefragt: Wem überlasst ihr die Hoheit darüber, wie sich die zwischenmenschlichen und gesellschaftlichen Prozesse und Drehbücher entwickeln und wie sie gedeutet werden? Und die Aufgabe lautet: Mischt euch ein!

Das Ziel der basis ist es, diese Einmischung zu wagen, ist, gemeinsam mit vielen anderen kirchlichen Initiativen. Die „Zeichen der Zeit deuten“ ist darum auch der neue Untertitel des Magazins. Wir versuchen die Zeichen der Zeit als Spuren Gottes zu deuten und Antworten anzubieten.

Wir freuen uns auf jede neue Ausgabe der basis, die sich neuen und alten Themen stellen wird. Wir laden unsere Leserinnen und Leser herzlich ein, sich selbst an dieser Spurensuche zu beteiligen.

Im Namen der gesamten Redaktion mit freundlichem Gruß!

Ihr

Hubertus Brantzen

 

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